„Vivaldi und ich“

(Italien, Frankreich/ 110 Minuten/ Start in Deutschland: 21. 05. 2026)

Bezaubernd. – O, Hilfe – was haben wir nicht schon für Schrott an Filmen über und um berühmte Künstler gesehen. Der Titel lässt Schlimmstes vermuten. Doch, schöne Überraschung: Geboten wird launiges, gedankenreiches, emotional packendes und musikalisch überzeugendes Kino.

   Die Story um eine junge Geigerin, die dank Antonio Vivaldi höchstpersönlich einen fulminanten Emanzipationsprozess durchlebt, hat nicht gerade Oscar-Format. Aber sie ist clever gestrickt und fesselt mit Spannung und emotionalem Reichtum. Das Schauspiel ist gut, die Regie einfühlsam. Es geht stilvoll zu, ohne dass abgedroschenes Kalkül die Oberhand gewinnt. A und O: Der Einsatz der Musik. Vivaldis Kunstwerke werden nicht als pure Illustration missbraucht. Sie spielen mit, treiben die Handlung voran, sorgen für Pep. Wer die Musik des Barock-Stars mag, darf sich pudelwohl fühlen.

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