„The Death of Robin Hood“

(USA /122 Minuten/ Start in Deutschland: 18. 06. 2026)

Leider banal. – Nach beispielsweise Douglas Fairbanks sen., Errol Flynn, Kevin Costner und Russell Crowe nun also Hugh Jackman als Robin Hood. Und, ja: Er begeistert. Trotzdem lohnt der Kinobesuch nicht. Dabei ist die Grundidee vielversprechend: Drehbuchautor und Regisseur Michael Sarnoski dekonstruiert die berühmte Legende vom Rächer der Armen und Waisen aus dem Sherwood Forrest und deutet damit darauf, wie durch bewusste Falschinformationen und Lügen (heutzutage gern „Fake-News“ genannt) ein Mythos entsteht, wie also, um es auf den Punkt zu bringen, Menschenmassen manipuliert werden.

   Leider bringt der Film es nicht so auf den Punkt, dass er ein tieferes Nachdenken darüber auslösen könnte. Alle Ansätze dazu werden mit einer Flut knalliger Gewaltszenen weggespült. Statt gedanklicher Tiefe gibt es Blutströme. Da wird viel, viel zu viel, an oberflächlichen Budenzauber der gewaltgetränkten Art verschenkt. Klar, die Story vom widerlichen alten Schlächter ist spannend inszeniert. Jackmann spielt großartig, wie auch Jodie Comer in einer entscheidenden Nebenrolle. Doch weil die Inszenierung zu sehr auf Effekthascherei baut, bietet der Film nicht mehr als eine banale Brutalitäten-Show.

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