(USA/ 102 Minuten/ Start in Deutschland: 27. 08. 2026)
Fad. – Muss Romantik fern gesellschaftlicher Probleme angesiedelt sein? Die Geschichte des Kinos lehrt: nein, müssen sie nicht. Ob „Casablanca“ oder „The Way We Were“ oder „Reds“ haben es eindrücklich bewiesen.
„One Night Only“ überrascht damit, zwar einen hochpolitischen Ausgangspunkt der Story zu haben, aber nichts daraus zu machen. Der Punkt ist: Sex wird dahingehend von staatlicher Seite reguliert, dass das Miteinander von Liebenden vor der Ehe verboten ist. Dieser Quatsch könnte dazu führen, sich mit der heutigentags in den westlichen Industrienationen mehr und mehr verbreitenden Neo-Prüderie auseinanderzusetzen. Doch davon keine Spur. Leider. Statt sich mit irgendwas auch nur ansatzweise ernsthaft zu befassen, wird unglaublich verklemmt gesülzt.
Ist das romantisch? Nein. Das ist nur zum Davonrennen.