„Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast“

(USA/ 101 Minuten/ Start in Deutschland: 24. 09. 2026)

Verblüffend. – Es gibt sie zuhauf, Spielfilme, die das Verhältnis Mensch zu Tier glorifizieren. Der Haken oft: Die Tiere werden vermenschlicht. Kurz: Es droht Kitsch. Der Anfang dieses Spielfilms lässt vermuten, dass hier wieder mal Derartiges geboten wird. Doch das ist ein großer Irrtum. Der Film endet völlig anders als wohl viele eingefleischte Kino-Fans nach den Auftaktbildern vermuten dürften. Und das ist richtig gut.

   Geboten wird ein Survival-Thriller fast klassischen Zuschnitts. Ein Ex-Soldat (Brad Pitt) und sein ebenfalls aus dem Dienst ausgeschiedener Hund Odin (verkörpert von einem deutschen Schäferhund namens Uber) stranden nach einem Absturz mit ihrem Wasserflugzeug in den wilden Weiten Alaskas. Die Gefahren, denen sie ausgesetzt werden, sind zahlreich. Kommen sie durch?

   Details seien nicht verraten. Man darf mehrfach staunen, sich gruseln, mitfiebern. Kintopp feiner Art. Brad Pitt agiert überzeugend. Fast ohne Worte charakterisiert er den gebrochenen Charakter des alten Kämpen so, dass man schnell an seiner Seite ist. Der Hund wurde exzellent trainiert. Und er hat einen Blick, dem wohl jede und jeder erliegt.

   Geboten wird Unterhaltung. Die psychologische Zeichnung der menschlichen Hauptfigur ist nicht ohne Reiz. Enormen Tiefgang jedoch sollte niemand erwarten. Hier gilt mal wieder der uralte Werbespruch „Mach Dir ein paar schöne Stunden, geh ins Kino“.

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