(Italien/ 135 Minuten/ Start in Deutschland: 03. 09. 2026)
Schwelgerisch. – Frauen in der Modebranche. Glamour? Auch. Aber das heißt vor allem: Harte Arbeit. Autor und Regisseur Ferzan Ozpetek verklärt das nicht, badet aber in verführerisch-schönen Bildkompositionen. Geboten wird ein Episodenreigen aus dem Rom der 1970er-Jahre: Zwei Schwestern leiten eine Schneiderei. Ein Auftrag für einen Kinofilm verspricht Ruhm – und damit für die Zukunft wahrscheinlich eine Auftragszunahme. Doch es flutscht nicht … Zudem belasten verschiedene Konflikte das Team.
Eingerahmt wird das Geschehen durch eine Gegenwartsebene: Ferzan Ozpetek trifft sein Darstellerinnen-Ensemble. Es wird getrunken, gelacht, geredet. Dabei wird klar, wie schwer es ist, einen Film zu realisieren, der einerseits wahrhaftig sein soll, andererseits aber doch auch zum Träumen verführen.
Die Gratwanderung zwischen ernsthafter Spiegelung von schnöder Arbeits- und dem schönen Schein der Modewelt ist nahezu perfekt gelungen. Kleine feine Anspielungen verweisen auf das Problem der Selbstverwirklichung von Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft. Das ist klug. Und das ist berührend.