(USA, Großbritannien, Frankreich/ 105 Minuten/ Start in Deutschland: 09. 04. 2026)
Putzig. – Die von dem 1949 herausgekommenen britischen Welthit „Adel verpflichtet“ angeregte Farce will offenkundig nur eins: flott unterhalten. Das gelingt. Die Story von Habenichts Becket Redfellow (Glen Powell) sorgt für einigen schwarzhumorigen Spaß. Schließlich muss der junge Mann gleich sieben Verwandte vom Diesseits ins Jenseits befördern, wenn er an das Vermögen gelangen will, dass ihm seiner Meinung nach zusteht …
Jahrzehnte lang wurden Frauen im Kino als Objekte erotischer Begierde inszeniert. Hier trifft es endlich mal einen Mann: Hauptdarsteller Glen Powell. Der Film setzt wesentlich auf dessen Charme und Sexappeal. Seine Fans dürften begeistert sein. Aber auch, wer den Star nicht auf seiner persönlichen Favoriten-Liste ganz oben hat, kann sich gut amüsieren.
Wer „Adel verpflichtet“ kennt, vermisst eventuell das, was den Film zu einem Clou gemacht hat – die Darstellung des Täters und sämtlicher Opfer durch einen einzigen Schauspieler. Alec Guinness eroberte sich damit Weltruhm. Es ist klug, dass hier eine Riege grandioser Akteure in den kleineren Rollen agiert. Herausragend: Ed Harris. Das erspart Glen Powell müßige Vergleiche mit dem legendären Kollegen von einst. Da könnte er nur den Kürzeren ziehen. So aber darf er als Pin-up-Boy Frohsinn verteilen.