(Großbritannien, Frankreich/ 100 Minuten/ Start in Deutschland: 17. 09. 2026)
Erstaunlich spannend. – Selbst, wer sich nur wenig für die Historie interessiert, dürfte wissen, dass der D-Day, der 6. Juni 1944, einen d e r Wendepunkte im Kampf zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs und damit der Zerschlagung der Nazi-Diktatur in Deutschland markiert. Ein Spielfilm dazu kann also nicht auf jene Spannung setzen, die daraus resultiert, dass das Publikum das Ende einer Story nicht kennt. Das gelingt diesem auf einem Theaterstück basierenden Kammerspiel hervorragend.
Im Zentrum des Films steht das Wetter. Denn die westlichen Alliierten unter Führung des US-Amerikaners General Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) brauchen günstige Bedingungen, um die Invasion an der französischen Atlantikküste erfolgreich durchführen zu können. Großbritanniens Chef-Meteorologe James Stagg (Andrew Scott) soll eine exakte Vorhersage treffen. Was bei den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten alles andere als einfach ist.
Heroisch wird es nie. Die Konfrontationen der Meinungen und Gedanken, Erkenntnisse und Erwartungen findet überwiegend in scharfzüngigen Gesprächen statt. Auch Action, wie in Antikriegsfilmen oft dominierend, gibt es kaum. Entscheidend für die große Wirkung: das Spiel von Fraser und Scott. Ersterer setzt auf Wucht, der zweite auf Zurückhaltung. Fesselnd!
Packend zudem: Der intellektuelle Schlagabtausch der beiden Hauptfiguren verweist deutlich, aber fern von Agitation, auf eine zeitlos wichtige Frage: Kann ein einzelner Mensch den Gang der Welt beeinflussen?